Willkommen beim Münsteraner Protestbündnis gegen "Petersberg II".
Unter dem Motto "Sie reden von Frieden, sie führen Krieg" wird die internationale Friedensbewegung am Samstag in Bonn eine Großdemonstration durch führen. Das Münsteraner Protestbündnis gegen Petersberg II ruft zur gemeinsamen Anreise mit Regionalzügen nach Bonn auf. Treffpunkt ist Samstag um 7:45 Uhr am Hauptbahnhof Münster. Mit fünfer Gruppentickets wollen wir mit dem Regionalzug nach Bonn fahren. Wem ein Tag Protest nicht ausreicht, dem seien die Folgetermine empfohlen. Am Sonntag (4.12.) findet in Bonn ein alternativer Friedensgipfel der Friedensbewegung statt mit internationalen Gästen wie Tariq Ali (britischer Historiker) oder Malalai Joha (afghanische Frauenrechtlerin). Mehr Infos zum Programm der Gegenkonferenz und auch, wo ihr noch Schlafplätze bekommt, findet ihr unter: http://www.afghanistanprotest.de/ Am Montag (5.12.) finden zu Beginn der Afghanistan-Konferenz kreative Aktionen des Zivilen Ungehorsams statt. Weitere Infos dazu findet ihr ebenfalls auf der Protest-Seite. |
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Münsteraner Protestbündnis |
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Am Mittwoch, den 5. Oktober 2011 hatten Initiativen aus der Münsteraner Friedensbewegung zu einem Treffen in die Räumlichkeiten des Instituts für Theologie und Politik (ITP) an der Friedrich-Ebert-Straße 7 eingeladen, um über die Zukunft der Antikriegs- und Friedensbewegung in Münster zu diskutieren. So kamen rund 15 Vertreterinnen und Vertreter hiesiger Friedensgruppen und Parteien zusammen, die in Anlehnung an eine bundesweite Initiative der Friedensbewegung erklärten, zunächst unter dem Namen "Münsteraner Protestbündnis gegen 'Petersberg II'" enger zusammenarbeiten zu wollen. Im Dezember findet in Bonn die so genannte "Petersberg II-Konferenz" statt, auf der Vertreter von einzelnen Nato-Staaten und Afghanistans sowie von Nichtregierungsorganisationen über die Zukunft in Afghanistan verhandeln werden. Die zentrale Forderung des Protestbündnisses gegenüber dieser Konferenz ist der sofortige bedingungslose Abzug der Bundeswehr und der Nato aus Afghanistan, die als Kriegsparteien identifiziert werden. "Gerade angesichts der Nato-Strukturen hier vor Ort gehört dieses Thema wieder auf die politische Tagesordnung in der Friedensstadt Münster", so eine Sprecherin zur Gründung des lokalen Bündnisses. "Wir haben angesichts der zahllosen zivilen Opfer in Afghanistan schon viel zu lange stillgehalten und einfach zugesehen. Der Bundeswehreinsatz am Hindukusch bringt keine Lösung, sondern wird mit zunehmender Dauer immer mehr zum Problem dort." Ein weiterer Kritikpunkt des Antikriegs-Bündnisses ist die zunehmende Verquickung von humanitärer Hilfe mit dem Militär. "In Afghanistan wird im Zuge der so genannten Zivil-Militärischen Zusammenarbeit à la Nato das Zivile dem Militärischen untergeordnet, Entwicklungshilfe ist dort so über lange Zeit diskreditiert worden", so ein weiterer Sprecher des Münsteraner Protestbündnisses. "Der sofortige Abzug des ausländischen Militärs aus Afghanistan ist alternativlos." Das neugegründete Münsteraner Friedens-Bündnis, das parteiübergreifend und -unabhängig arbeitet, will künftig in Münster über Zusammenhänge des Krieges in Afghanistan informieren und zu den geplanten Protesten gegen "Petersberg II" im Dezember in Bonn mobilisieren. Die Termine für die weiteren Treffen findet Ihr weiter unten. Interessierte sind dort herzlich willkommen. Infos zu den geplanten Protesten gegen die "Petersberg II"-Konferenz in Bonn vom 3. bis 5. Dezember 2011 http://www.afghanistanprotest.de/ Programm der internationalen Konferenz "Für ein selbstbestimmtes Afghanistan" http://www.afghanistanprotest.de/fileadmin/material/Programm_Afghanistankonferenz_Deutsch.pdf |
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Aufruf: Widerstand und Protest gegen "Petersberg II" |
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Auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten die USA sowie die NATO mit dem Krieg in Afghanistan. Im Dezember vor zehn Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz bei Bonn eine provisorische Regierung für Afghanistan unter Präsident Karzai eingesetzt - wenige Tage später beschloss der UN-Sicherheitsrat den ISAF-Einsatz. Nun lädt die Bundesregierung für den 5. Dezember 2011 erneut auf den Petersberg ein. Die kriegführenden Staaten werden hier zusammenkommen, um über die Zukunft Afghanistans zu beraten. Delegierte aus 90 Ländern sowie NGO's sollen vorgeblich über "Friedens-perspektiven" diskutieren - doch die Realität sieht anders aus: Seit einem Jahrzehnt führt die NATO in Afghanistan unter dem Vorwand der "humanitären Intervention" und des "Krieges gegen den Terror" einen Krieg für wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Die Bilanz: Jahr für Jahr steigende Opferzahlen, insbesondere unter der Zivilbevölkerung, zerstörte Infrastruktur, massive Unterernährung, unbehandelte Krankheiten, sinkende Lebenserwartung, wachsende Gewalt gegen Frauen. Trotz alledem werden Menschen, die vor Krieg, Zerstörung und Not flüchten, mit Militär und Polizeieinheiten wie z.B. FRONTEX, mit Gewalt von Europa ferngehalten. |
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